Baustoffe

Für den Kaminbau eignen sich verschiedene Materialien. Bei deren Auswahl muss man sich vorher darüber klar machen, ob die Materialien für den eigentlichen Aufbau oder nur als Schmuckelemente auf der Oberfläche des Heizkamins dienen sollen.

Baustoffe und Baumaterialien, die für den Aufbau der Kaminverkleidung dienen sollen, müssen der Brandschutzklasse A1 (nicht brennbar) nach DIN 4102 Teil 1 entsprechen. Sie müssen gegen thermische, chemische und mechanische Einwirkung widerstandsfähig sein.

Heraklit- oder Gipskartonplatten sind NICHT für Kaminbau zugelassen.

Für den Bau eines Heizkamins sind z.B. folgende Materialien geeignet:

  • Mauerziegel (Vollziegel, Lochziegel), Klinker
  • Kalziumsilikatplatten (z.B. Silca)
  • Betonwerksteine nach DIN 18500
  • natürliche kieselhaltige, tonhaltige oder kalkhaltige Steine wie Sandstein, Trachyt, Marmor, Travertin, Serpentin
  • Ofenkacheln
  • Metalle

Für den Kaminbau sind spezielle Mörtel und Kitte zu verwenden, die für die entsprechenden Materialien geeignet sind. Es muss eine Standsicherheit im kalten Zustand sowie während des Betriebs der Feuerstätte gesichert sein. Mörtelfugen dürfen max. 10 mm dick ausgeführt werden und vollfugig sein.

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Wärmedämmung für Kamine

Die richtige Wärmedämmung ist ein unverzichtbares Bestandsteil jedes Kaminbaus. Die Wärmedämmung ist notwendig, da in dem Heizkamin (innerhalb seiner Verkleidung) sehr hohe Temperaturen entstehen. Die umgebenden Wände, Decke und Boden innerhalb der Kaminverkleidung müssen von deren Einwirkung geschützt werden.

Bei der Wärmedämmung sind die Vorgaben des Kaminherstellers einzuhalten. Dieser kann auch die geeigneten Materialien und Mindeststärken empfehlen.

Für die Wärmedämmung eines Kamins eignen sich besonders gut Wärmedämmungsplatten aus Kalziumsilikat, die Speziell für diesen Zweck hersgestellt sind. Diese Platten werden unter verschiedenen Marken angeboten, wie z.B. Silca oder Promasil.

Die Platten sind in verschiedenen Stärken lieferbar. Die Platten sind selbsttragend und leicht zu bearbeiten (mit üblichen Holzverarbeitungsgeräten). Wenn es keinen Bedarf an einen Speichermantel gibt, kann man sogar die ganze Kaminverkleidung aus diesen Platten durchführen oder diese mit anderem Material mit Speicherkapazität kombinieren. Da die Platten wärmeisolierend sind, wird bei dieser Art der Kaminverkleidung keine Wärme akkumuliert.

Die sämtliche Wände innerhalb der Kaminverkleidung sind zu dämmen. Dabei gibt es andere Anforderungen an die Materialstärke der Wärmedämmung für brennbare und tragende Wände als für unbrennbare Wände. Hier sind ebenfalls die Angaben des Herstellers der Feuerstätte einzuhalten.

Der Boden innerhalb der Kaminverkleidung soll ebenfalls gedämmt und zusätzlich auf die ausreichende Tragfähigkeit überprüft werden. Die Kaminverkleidung des Heizkamins einschließlich des Kamineinsatzes kann leicht je nach verwendetem Material einige hundert Kilo wiegen.

Die Decke oberhalb des Heizkamins soll mit einer “falschen Decke” aus der Dämmplatte geschützt werden. Da die heiße Luft nach oben steigt ist darauf zu achten, dass diese falsche Decke schräg nach oben Richtung Aufstellungsraum ausgeführt ist. Unmittelbar unter dieser falschen Decke muss ein Kamingitter eingebaut werden, um die Wärme wegzuleiten. Auf diese Weise entsteht in oberem Bereich der Kaminverkleidung kein Luftpolster aus heißer Luft, der sich dort sonst ansammeln würde. Von der Oberkannte des Kamingitters bis zur (echten) Decke ist ebenfalls an die vorgeschriebenen Mindestabstände zu achten.

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