Wärmedämmung für Kamine

Die richtige Wärmedämmung ist ein unverzichtbares Bestandsteil jedes Kaminbaus. Die Wärmedämmung ist notwendig, da in dem Heizkamin (innerhalb seiner Verkleidung) sehr hohe Temperaturen entstehen. Die umgebenden Wände, Decke und Boden innerhalb der Kaminverkleidung müssen von deren Einwirkung geschützt werden.

Bei der Wärmedämmung sind die Vorgaben des Kaminherstellers einzuhalten. Dieser kann auch die geeigneten Materialien und Mindeststärken empfehlen.

Für die Wärmedämmung eines Kamins eignen sich besonders gut Wärmedämmungsplatten aus Kalziumsilikat, die Speziell für diesen Zweck hersgestellt sind. Diese Platten werden unter verschiedenen Marken angeboten, wie z.B. Silca oder Promasil.

Die Platten sind in verschiedenen Stärken lieferbar. Die Platten sind selbsttragend und leicht zu bearbeiten (mit üblichen Holzverarbeitungsgeräten). Wenn es keinen Bedarf an einen Speichermantel gibt, kann man sogar die ganze Kaminverkleidung aus diesen Platten durchführen oder diese mit anderem Material mit Speicherkapazität kombinieren. Da die Platten wärmeisolierend sind, wird bei dieser Art der Kaminverkleidung keine Wärme akkumuliert.

Die sämtliche Wände innerhalb der Kaminverkleidung sind zu dämmen. Dabei gibt es andere Anforderungen an die Materialstärke der Wärmedämmung für brennbare und tragende Wände als für unbrennbare Wände. Hier sind ebenfalls die Angaben des Herstellers der Feuerstätte einzuhalten.

Der Boden innerhalb der Kaminverkleidung soll ebenfalls gedämmt und zusätzlich auf die ausreichende Tragfähigkeit überprüft werden. Die Kaminverkleidung des Heizkamins einschließlich des Kamineinsatzes kann leicht je nach verwendetem Material einige hundert Kilo wiegen.

Die Decke oberhalb des Heizkamins soll mit einer “falschen Decke” aus der Dämmplatte geschützt werden. Da die heiße Luft nach oben steigt ist darauf zu achten, dass diese falsche Decke schräg nach oben Richtung Aufstellungsraum ausgeführt ist. Unmittelbar unter dieser falschen Decke muss ein Kamingitter eingebaut werden, um die Wärme wegzuleiten. Auf diese Weise entsteht in oberem Bereich der Kaminverkleidung kein Luftpolster aus heißer Luft, der sich dort sonst ansammeln würde. Von der Oberkannte des Kamingitters bis zur (echten) Decke ist ebenfalls an die vorgeschriebenen Mindestabstände zu achten.

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