Kamine & Öfen Lexikon
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Wärmebedarf
Die Wärmebedarfsberechnung wir durch die Norm DIN 4701 geregelt. Die Berechnung ist zwar anhand der notwendigen Kennzahlen und spezifischen Werten nicht allzu kompliziert, aber sehr vielfältig. Da diese Berechnung sehr viele Einzelheiten bei dem gegebenen Wohnraum berücksichtigt, liefert diese sehr genaue Werte, aber ist für einen Laien nur schwer durchführbar.
Es gibt noch eine Vereinfachte Berechnung nach so genanntem Heizlastverfahren. Diese liefert Werte, die für die praktische Anwendung beim Bau der Heizanlage ausreichend genau sind.
Als sehr grober Richtwert kann angenommen werden, dass pro 20 m3 Raumluft 1 KW Wärmeleistung benötigt wird. Das ist jedoch stark von der Wärmedämmung des Hauses abhängig und sollte also nur als grober Faustregel angesehen werden.
Am besten ist, wenn Sie den Wärmebedarf bzw. die notwendige Wärmeleistung des Kamineinsatzes vorab mit Ihrem Schornsteinfeger konsultieren bzw. von ihm ausrechnen lassen.
Tags:Kamineinsatz, Nennwärmeleistung, Raumheizvermögen, Wärmebedarf, Wärmebedarfsberechnung, Wärmebedarfsermittlung, Wärmeleistung
Wärmetauscher (Kamineinsatz wasserführend)
Wasserführender Kamineinsatz verfügt über einen Wärmetauscher (Wasseregister), in dem das Wasser erwärmt wird.
Der Anschlussplan des wasserführenden Kamineinsatzes muss genau auf die gegebenen Bedingungen angepasst werden. Das gesamte System besteht meistens aus folgenden Komponenten:
- Kamineinsatz mit Wärmetauscher
- Pufferspeicher
- thermische Ablaufsicherung (Überhitzungsschutz)
- Schnellentlüfter
- Rückschlagventil
- Pumpenthermostat
- Temperaturregler
- Ladeventileinheit
Tags:Kamin wasserführend, Kamineinsatz wasserführend, Wärmetauscher, wasserführender Kamineinsatz
Warmluftmantel (Konvektionsmantel)
Der Warmluftmantel dient zum Auffangen der Konvektionswärme, die beim Heizen mit Kamineinsatz erzeugt wird. Die Konvektionswärme entsteht durch die Erwärmung der Raumluft, die um den Kamineinsatz durchströmt. Die heiße Luft wird vom Warmluftmantel (Konvektionsmantel) aufgefangen.
Der Warmluftmantel hat im oberen Bereich Stutzen für den Anchluss von flexiblen Aluflexrohren, mit denen man die Warmluft im Haus verteilen kann. Die Aluflexrohre verteilen die Heizluft auf die gewünschte Weise im Haus.
Die Warmluftverteilung kann entweder durch die natürliche Luftströmung erfolgen oder durch die Einschaltung eines Thermoventilators.
Tags:Kamineinsatz, Konvektionsmantel, Konvektionswärme, Warmluft, Warmluftheizung, Warmluftmantel
Wärme
Strahlungswärme (Wärmestrahlung)
Wärmestrahlung funktioniert auf dem Prinzip der elektromagnetischen Schwingungen. Sie ist der Lichtstrahlung ähnlich. Der menschliche Körper empfingt diese Art der Wärme wie Sonnenstrahlen, also als sehr angenehm. Die Wärmestrahlung erfolgt bei einem Heizkamin vor allem über die Glasscheibe, im kleineren Ausmaß über die gesamte Oberfläche des Kamineinsatzes. Wärmestrahlung erwärmt direkt die Gegenstände (auch den menschlichen Körper) ohne dass dabei die Luft erwärmt ist. Die Wärmestrahlen werden von dem wärmeren Objekt ausgestrahlt und können in dem kälteren Objekt wieder gespeichert werden. Aus diesem Grund ist günstig, die Kaminverkleidung aus einem Material herzustellen, der eine hohe Wärmespeicherkapazität (Absorpsionsvermögen) hat. Die Wärme wird dann kontinuierlich und gleichmäßig in den Aufstellungsraum ausgestrählt.Konvektionswärme (Konvektion, Wärmemitführung)
Diese Art der Wärmeübertragung nutzt die strömenden Luftteilchen für die Wärmeverteilung. Hier wird die Luft erwärmt und diese kann auf beliebige Stellen im Haus abgeleitet werden, um auch entfernte Räume mitzuheizen. Die Konvektion kann entweder auf eine natürliche Weise erfolgen (kalte Luftteilchen sind schwerer als warme Luftteilchen) oder sie erzwungen sein (Einsatz vom Thermoventilator). Für die Wärmeverteilung im Haus wird der Kamineinsatz mit einem Konvektionsmantel (Warmluftmantel) ausgestattet. Tags:Konvektion, Konvektionswärme, Strahlungswärme, Wärme, WärmeverteilungWirkungsgrad
Der Wirkungsgrad eines Heizkamins oder Kaminöfens gibt an, wieviel Wärme aus der Holzverbrennung bei Nennwärmeleistung genutzt wird.
Bei der Messung des Wirkungsgrades wird lediglich der Verlust durch Abkühlung der Abgase berücksichtigt.
Kurz gesagt, ein Kamineinsatz mit höherem Wirkungsgrad gibt mehr Wärme in den Wohnraum ab, als ein Kamineinsatz mit niedrigerem Wirkungsgrad. Das reflektiert sich auf den Heizkosten, da man mit gleicher Brennstoffmenge mehr Wärme fürs Heizen gewinnt.
Moderne Kamineinsätze und Kaminöfen steigern den Wirkungsgrad, wobei die Temperatur der Abgase senkt. Das zieht mit sich den Nebeneffekt, dass der Schornstein korrosiver Einwirkung der im Kondenzwasser gelösten Verbrennungsrückständen ausgesetzt ist. Deswegen erforden moderne Heizgeräte (u.a. auch Kamineinsätze mit hohem Wirkungsgrad) feuchteunempfindliche Schornsteinsysteme.
Tags:Brennraum, Effektivität, Feuerstätte, Heizkosten, Holzverbrennung, Kamineinsatz, WirkungsgradWärmedämmung für Kamine
Die richtige Wärmedämmung ist ein unverzichtbares Bestandsteil jedes Kaminbaus. Die Wärmedämmung ist notwendig, da in dem Heizkamin (innerhalb seiner Verkleidung) sehr hohe Temperaturen entstehen. Die umgebenden Wände, Decke und Boden innerhalb der Kaminverkleidung müssen von deren Einwirkung geschützt werden.
Bei der Wärmedämmung sind die Vorgaben des Kaminherstellers einzuhalten. Dieser kann auch die geeigneten Materialien und Mindeststärken empfehlen.
Für die Wärmedämmung eines Kamins eignen sich besonders gut Wärmedämmungsplatten aus Kalziumsilikat, die Speziell für diesen Zweck hersgestellt sind. Diese Platten werden unter verschiedenen Marken angeboten, wie z.B. Silca oder Promasil.
Die Platten sind in verschiedenen Stärken lieferbar. Die Platten sind selbsttragend und leicht zu bearbeiten (mit üblichen Holzverarbeitungsgeräten). Wenn es keinen Bedarf an einen Speichermantel gibt, kann man sogar die ganze Kaminverkleidung aus diesen Platten durchführen oder diese mit anderem Material mit Speicherkapazität kombinieren. Da die Platten wärmeisolierend sind, wird bei dieser Art der Kaminverkleidung keine Wärme akkumuliert.
Die sämtliche Wände innerhalb der Kaminverkleidung sind zu dämmen. Dabei gibt es andere Anforderungen an die Materialstärke der Wärmedämmung für brennbare und tragende Wände als für unbrennbare Wände. Hier sind ebenfalls die Angaben des Herstellers der Feuerstätte einzuhalten.
Der Boden innerhalb der Kaminverkleidung soll ebenfalls gedämmt und zusätzlich auf die ausreichende Tragfähigkeit überprüft werden. Die Kaminverkleidung des Heizkamins einschließlich des Kamineinsatzes kann leicht je nach verwendetem Material einige hundert Kilo wiegen.
Die Decke oberhalb des Heizkamins soll mit einer "falschen Decke" aus der Dämmplatte geschützt werden. Da die heiße Luft nach oben steigt ist darauf zu achten, dass diese falsche Decke schräg nach oben Richtung Aufstellungsraum ausgeführt ist. Unmittelbar unter dieser falschen Decke muss ein Kamingitter eingebaut werden, um die Wärme wegzuleiten. Auf diese Weise entsteht in oberem Bereich der Kaminverkleidung kein Luftpolster aus heißer Luft, der sich dort sonst ansammeln würde. Von der Oberkannte des Kamingitters bis zur (echten) Decke ist ebenfalls an die vorgeschriebenen Mindestabstände zu achten.
Tags:dämmen, Dämmplatten, heizkamin, Kaminbau, Wärmedämmung


