Kamine & Öfen Lexikon

A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z

Rauchgasrohr (Rauchrohr)

Als Rauchrohr wird die Verbindung zwischen einer Feuerstätte und Schornschtein genannt. Rauchrohre können aus keramischen Material oder aus Metall bestehen und im Querschnitt rund, quadratisch oder rechteckig sein.

Rauchrohrsysteme beinhalten verschiedene Elemente, die mit dem Oberbegriff Verbindungsstücke bezeichnet sind. Es handelt sich um Rohre, Rohrknie und Rohrbögen, die auf die gewünschte Weise zusammengestellt werden können.

Für den Anschluss einer Feuerstätte (also auch Kamineinsätze und Kaminöfen) mittels Rauchrohrs an den Schornstein gelten bestimmte Grundsätze, die eingehalten werden müssen:
  • Bei der Installation gilt, dass der kürzeste Rauchgasweg zwischen dem Ofen und Schornstein immer der beste ist.
  • Die Rauchrohre müssen die Rauchgase auf dem kürzestem Weg im gleichem Geschoß in den Schornstein leiten. Sie dürfen nicht durch angrenzende Wohnungen geführt werden.
  • Die Schornsteinöffnung für das Rauchrohr wird bei Ziegelschornsteinen ausgestemmt, bei Fertigteilschornsteinen ausgefräst.
  • Das Rauchrohr wird an den Schornstein mittels doppelwandigem Wandfutter angeschlossen.
  • Der Querschnitt des Rauchrohrs soll so groß sein wie der Rauchgasstutzen (lezte Zug) der Feuerstätte. Nicht immer ist dies jedoch möglich. Dann ist der vorhandene Schornsteinunterdruck (Schornsteinzug) entscheidend. Bei starkem bis normalem Schornsteinunterdruck benutzt man das nächstkleinere Rauchrohr, bei schwachem Schornsteinunterdruck das nächstgrößere Rauchrohr. Die Verbindung wird durch das Reduktionsrohr ausgeführt.


Weiterempfehlen

Tags:, , , , ,