Kamine & Öfen Lexikon

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Rostlose Verbrennung

Rostlose Verbrennung (Brennraum ohne Rost) ist eine Feuerungsart, die bei den Kamineinsätzen und weiteren Holzofenarten die Anwendung findet. Sie unterscheidet sich von einer Rostfeuerung (Brennraum mit Rost).

Bei einer rostlosen Verbrennung liegt die Holzglut direkt auf dem Schamotteboden des Brennraumes. Die Verbrennungsluftzufuhr wird nicht von unten wie bei einer üblichen Rostfeuerung zu der Glut zugeführt sondern horizontal (Durch die Brennraumwände).

Das hat die Auswirkung, dass die Glut vor Abkühlung geschützt ist, und die Verbrennung unter einer höheren Verbrennungstemperatur erfolgt. Dazu erfolgt der Abbrand nicht so heftig wie bei Rostfeuerung. Das Ergebnis ist eine vollständige Holzverbrennung und hoher Wirkungsgrad der Feuerstätte. Rostlose Verbrennung wird z.B. beim Kamineinsatz Venus 12.1 angewendet.

Um die Energie der bei der Holzverbrennung entweichenden Holzgase optimal auszunutzen (d.h. für die Raumerwärmung nutzen), ist neben der richtigen Primärluftzufuhr eine Nachverbrennung der Holzgase im oberen Bereich des Brennraumes notwendig. Diese Aufgabe übernimmt die Sekundärluftzufuhr (manche Kamineinsatzhersteller unterscheiden noch zwischen Sekundär- und Tertiärluftzufuhr). Hierbei werden die Holzgase nochmals mit Sauerstoff vermischt und ausgebrannt bevor sie in den Rauchrohr entweichen.

Neben der rostlosen Feuerungsart und Rostfeuerung existiert noch eine "hybride Feuerungsart". Bei dieser Art der Feuerung liegt die Holzglut zwar auf dem Rost, aber die Luftzufuhr wird nicht durch den Rost zugeführt (wegen Abkühlung der Glut und schlechterer Sauerstoffzufuhr) sondern horizontal wie bei einer rostlosen Verbrennung. Diese Art der Feuerung wurde z.B. bei den Kamineinsätzen Venus mit der Bezeichnung "R" angewendet.

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Rauchgasrohr (Rauchrohr)

Als Rauchrohr wird die Verbindung zwischen einer Feuerstätte und Schornschtein genannt. Rauchrohre können aus keramischen Material oder aus Metall bestehen und im Querschnitt rund, quadratisch oder rechteckig sein.

Rauchrohrsysteme beinhalten verschiedene Elemente, die mit dem Oberbegriff Verbindungsstücke bezeichnet sind. Es handelt sich um Rohre, Rohrknie und Rohrbögen, die auf die gewünschte Weise zusammengestellt werden können.

Für den Anschluss einer Feuerstätte (also auch Kamineinsätze und Kaminöfen) mittels Rauchrohrs an den Schornstein gelten bestimmte Grundsätze, die eingehalten werden müssen:
  • Bei der Installation gilt, dass der kürzeste Rauchgasweg zwischen dem Ofen und Schornstein immer der beste ist.
  • Die Rauchrohre müssen die Rauchgase auf dem kürzestem Weg im gleichem Geschoß in den Schornstein leiten. Sie dürfen nicht durch angrenzende Wohnungen geführt werden.
  • Die Schornsteinöffnung für das Rauchrohr wird bei Ziegelschornsteinen ausgestemmt, bei Fertigteilschornsteinen ausgefräst.
  • Das Rauchrohr wird an den Schornstein mittels doppelwandigem Wandfutter angeschlossen.
  • Der Querschnitt des Rauchrohrs soll so groß sein wie der Rauchgasstutzen (lezte Zug) der Feuerstätte. Nicht immer ist dies jedoch möglich. Dann ist der vorhandene Schornsteinunterdruck (Schornsteinzug) entscheidend. Bei starkem bis normalem Schornsteinunterdruck benutzt man das nächstkleinere Rauchrohr, bei schwachem Schornsteinunterdruck das nächstgrößere Rauchrohr. Die Verbindung wird durch das Reduktionsrohr ausgeführt.


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