Kamine & Öfen Lexikon

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Kamin

Kamin begleitet Menschen seit Jahrhunderten als Quelle für Wärme und Gemütlichkeit im Haus. Über diese Zeit kam beim Kamin zu technischen Änderungen, von einem offenen Kamin bis zu heutigem Heizkamin mit geschlossenem Kamineinsatz.

Kamin dient nicht nur als eine bloße Dekoration, sondern übernimmt heutzutage auch die Funktion einer Raumheizung. Auch heute wird Kamin für seine individuelle Form geschätzt. Ästhetisch gestalteter Kamin kann optimal in den Wohnraum integriert werden.

Wegen der erhöhten Anforderungen auf die Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit der einzelnen Heizungsarten wurde von dem ursprünglichen Konzept eines offenes Kamines in den letzten Jahrzehnten abgelassen und stattdessen kam ein moderner Heizkamin mit Kamineinsatz und Glastür in den Vordergrund.

Ein geschlossener Kamin hat einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und dank der ausgereiften Verbrennungstechnik des Kamineinsätze erzielt er eine emissionsarme Holzverbrennung.

Kamine können diverse Formen haben. Außer der gestalterischen Form ist auch die günstige Platzierung des Kamins in Wohnraum entscheidend. Die Sitzgarnitur und der Kamin sollten nicht durch Verkehrsflächen getrennt werden. Die Positionierung des Kamines in einem ruhigen Bereich ermöglicht eine angenehme Atmosphäre beim genießen des Flammenspiels.

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Kamineinsatz

Kamineinsatz ist eine geschlossene Feuerstätte mit Glasscheibe, die für den Einbau in einen Heizkamin verwendet wird. Kamineinsätze können aus Stahlblech oder Gusseisen hergestellt.

Brennraum des Kamineinsatzes

Der Brennraum eines Kamineinsatzes aus Stahlblech wird meistens mit Schamotte-, Vermiculit- oder Feuerbetonplatten ausgekleidet, um die Chassis des Kamineinsatzes vor Einwirkung der Hitze zu schützen. Kaminensätze mit solcher Brennraumauskleidung erzielen eine höhere Verbrennungstemperatur als gusseiserne Kamineinsätze, was für die vollkommene und emissionsarme Holzverbrennung wichtig ist.

Wirkungsgrad des Kamineinsatzes

Der Wirkungsgrad von Kamineinsätzen liegt meinstens zwischen 70 - 85 %, es gibt aber auch Kamineinsätze, die sogar Wirkungsgrade über 90 % erzielen, z. B. der Kamineinsatz Venus 12.1. Je höher der Wirkungsgrad ist, desto effizienter der Kamineinsatz das Holz verbrennt und die so entstehende Wärme für die Raumerwärmung nutzt. Mit steigendem Wirkungsgrad senkt aber die Abgastemperatur, so dass für Kamineinsätze mit hohem Wirkungsgrad feuchteunempfindliche Fertigteilschornsteine oder Edelstahlschornsteine erforderlich sind.

Externe Luftzufuhr des Kamineinsatzes

Der Kamineinsatz kann meistens auf eine externe Verbrennungsluftzufuhr angeschlossen werden und somit raumluftunabhängig betrieben werden. Das ist vor allem in modernen, gut gedämmten Häusern notwendig.

Kamineinsatz mit Warmluftverteilung

Kamineinsätze können mit so genanntem Warmluftmantel ausgestattet werden, um die Warmluft im Haus verteilen zu können. Das Warmluftverteilungssystem nutzt flexible Aluflexrohre mit Thermoventilatoren, um das ganze Haus zu beheizen.

Wasserführender Kamineinsatz

Wasserführende Kamineinsätze (Kamineinsatz mit Wärmetauscher) können auf die Zentralheizanlage über einen Pufferspeicher angeschlossen werden und das Haus mit Heiz- und Brauchwasser zu versorgen.

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Kaminkassette

Eine Kaminkassette schaut auf den ersten Blick ähnlich aus wie ein Kamineinsatz. Die Kaminkassette findet ihre Anwendung bei bestehenden offenen Kaminen, die nachgerüstet werden. Der Kamineinsatz dagegen, wird für den Bau eines neuen Heizkamins verwendet.

Durch die Nachrüstung eines offenen Kamins mit einer Kaminkassette steigert man wesentlich den Wirkungsgrad des Kamins. Die Kaminkassette ist gegenüber dem offenen Kamin eine geschlossene Feuerstätte und daher entsteht im Brennraum eine höhere Temperatur, die für eine effektive Holzverbrennung wichtig ist.

Bei einem offenen Kamin gelangen die Feuerflammen und die erzeugte Wärme direkt in den Schornstein, für die Raumerwärmung wird nur ein sehr kleines Anteil der Wärme genutzt. Nach Ausrüstung mit einer Kaminkassette wird die erzeugte Wärme in den Wohnraum ausgeblasen.

Weiterer Vorteil der Kaminkassetten ist, dass man mit denen den Kaminzug verbessert und somit die Qualmbildung im Raum verhindert. Auch das Gefahr der herumfliegenden Funken wird auf diese Weise beseitigt.

Die Kaminkassette hat eine feuerfeste Glasscheibe, so dass man den Flammenspiel wie bei offenem Kamin beobachten kann.

Kaminkassetten werden immer beliebter, da die meisten Inhaber eines offenen Kamin zu diese einfachen und günstige Umrüstung aus ökonomischen und praktischen Gründen gerne ausnutzen.

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Kaminbausatz

Kaminbausatz mit Kamineinsatz Venus 12.1

Kaminbausatz mit Kamineinsatz Venus 12.1

Kaminbausätze stellen eine kostengüstige Alternative eines Heizkamins dar. Es handelt sich um komplette Baukasten-Systeme, die aus einem Kamineinsatz (Heizgerät) und der Kaminverkleidung bestehen.

Die Verkleidung eines Kaminbausatzes kann sowohl aus Naturmaterial (z.B. Sandstein) als auch aus Kunststein bestehen. Dieses Unterschied spiegelt sich auf dem Preis des Kaminbausatzes wider. Wer eine kostengünstigste Alternative sucht, ist auch mit einem Kaminbausatz aus Kunststein gut bedient.

Kaminbausätze sind sehr beliebt, da man Sie leicht selber zusammenbauen und somit Geld sparen kann.

Kaminbausätze werden mit einer Aufbauanleitung und meistens auch mit dazugehörenden Verbrauchsmaterial wie Kleber, usw. geliefert.

Ein Kaminbausatz ist entweder in Front- oder Eckvariante erhältlich und kann aus verschiedenen Materialkomponenten bestehen.

Begriffserklärung: Kaminbausatz
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